Twitter-Tipps für Musiker: Der Einstieg

Veröffentlicht am · Autor: Chris

„Twitter? – Das ist doch die Plattform auf der jeder nur belanglose Dinge über sich und seine Umgebung mitteilt…“ – So oder so ähnlich hört man es ja von einigen Kritikern, die Twitter wahrscheinlich noch nicht einmal genutzt haben. Aber es stimmt, auf Twitter werden viele Tweets versandt, die – wie soll ich es sagen – im sozialen Netzwerk versanden. Davon ist der Twitter-Tipps für Musiker (2)Großteil wahrscheinlich für einen selbst eher nutzlos oder lediglich zu kurz andauernden Unterhaltungszwecken geeignet. Allerdings finde ich auch in der realen Welt nicht unbedingt jedes Geräusch, das von einer Person stammt und auf mich einwirkt spannend, lustig oder zu einem Gespräch anregend. Genau so ist es auch mit Twitter. Um einen echten Nutzen daraus ziehen zu können, werden vermutlich viele verschiedene Tweets auf einen einprasseln bis man tatsächlich sinnvolle Tweets findet, auf die man eingeht und sich daraus ein Gespräch entwickelt, aus dem sich wiederum die einen oder anderen Vorteile ergeben können.

Wie aber gehe ich speziell als Musiker vor, um meinen Aufenthalt auf Twitter nicht als reine Zeitverschwendung zu betreiben? Um diese Frage zu beantworten, haben wir für euch ein paar Twitter-Tipps für euren Einstieg in das manchmal doch recht unübersichtlich, aber dennoch durchaus lohnenswerte, soziale Netzwerk zu geben.

Twitter-Tipp #1: Definiert eure Ziele und Motivation

Bevor man überhaupt mit Twitter oder irgendeiner anderen sozialen Plattform startet, ist es sinnvoll, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was man mit seiner dortigen Anwesenheit erreichen will und wie viel Zeit man dafür aufbringen kann. Sucht ihr hauptsächlich nach Fans, die euer Album kaufen, andere Bands, mit denen ihr in Kontakt treten bzw. bleiben wollt und/oder nach weiteren Kontakten in der Musikindustrie? All diese Fragen solltet ihr im Hinterkopf behalten, wenn ihr euch einen (zumindest kleinen) Strategieplan zusammenbaut, denn die Art und Weise wie und mit wem ihr als auch wer von euch am besten auf Twitter aktiv wird, ist davon abhängig.

Twitter-Tipp #2: Vorhandene Fans und Freunde aktivieren

Wenn ihr bereits eine weitere soziale Plattform nutzt, weist dort auf euren (neuen) Twitter-Account hin. Um eure Fans zu aktivieren und zu überzeugen, euch auch auf dieser Plattform zu folgen, könnt ihr eine kleine Aktion starten wie z.B. die ersten 30 Follower bekommen einen Track kostenlos oder jeder der euch auf Twitter folgt erhält jetzt schon einen Einblick in euer neues Musikvideo. Um die Interaktion etwas zu beleben, tauscht euch mit bereits vorhanden Freunden via Twitter aus. Je aktiver euer Account ist und wirkt, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass sich andere Fans und Twitter-User an eurer Konversation beteiligen.

Twitter-Tipp #3: Fanbase aufbauen

Natürlich ist der Content, den ihr über euren Twitter-Account teilt mitverantwortlich dafür, ob ein Twitter-User euch folgt oder sogar entfolgt. Falls ihr also neu bei Twitter seid, sorgt dafür, dass ihr schon mal den einen oder anderen Tweet postet und außerdem euer Profil an euch anpasst. Wählt einen passenden Beschreibungstext, in dem ihr auch eure Haupt-Hashtags einfügen könnt, die ihr nutzen wollt. Sucht euch ebenfalls ein passendes Titelbild, Profilbild sowie ein hübsche Farbe aus, um euer Twitter-Tipps für Musiker (3)Profil individuell zu gestalten und zu zeigen, wer ihr seid und dass ihr Twitter aktiv nutzen wollt. Folgt am besten Personen, die zu euch passen und euch mit großer Wahrscheinlichkeit zurückfolgen. Das erkennt ihr daran, dass die Zahl an Personen, denen der jeweilige Nutzer folgt, größer oder gleich der Anzahl seiner Follower ist. Habt ihr z.B. eine andere interessante Band eures Genres gefunden, folgt ihr und auch deren Fans bzw. den letzten Followern der jeweiligen Band. So ist es wahrscheinlicher, dass deren Fans euch auch relativ schnell zurückfolgen und könnt so eure Reichweite erhöhen. Probiert euch einfach aus und schaut euch ein bisschen etwas von anderen Musikern ab, die auf Twitter aktiv sind.

Twitter-Tipp #4: Keep it short and simple

Am Anfang ist euer Stream (= Tweets von Personen denen ihr folgt) zwar noch leicht zu überschauen, sobald ihr allerdings einigen hundert Twitter-Usern folgt, wird es schwierig jeden einzelnen Tweet zu lesen. Das geht anderen genauso. Eure Tweets sollten also eure Kernaussagen leicht verständlich und vor allem interessant rüberbringen. Letztendlich habt ihr nur 140 Zeichen zur Verfügung, um eure Infos, Links und ggf. Hashtags unterzubringen. Wichtig ist es außerdem, dass ihr eure Tweets möglichst dann veröffentlicht, wenn eure Follower online sind, damit diese nicht ungelesen untergehen. Fragt euch am besten immer selbst: Würde ich den Tweet lesen wollen und ihn gegebenenfalls teilen, kommentieren oder favorisieren?


Twitter-Tipps für Musiker (4)Twitter-Tipp #5: Gebt eurem Twitter-Account einen Charakter

…und nicht nur irgendeinen, sondern euren! Twitter, wie auch andere soziale Plattformen, solltet ihr nicht nach dem „Kaufen, kaufen, kaufen“-Prinzip betreiben. Natürlich solltet ihr eure Fans immer mal wieder auf eure Musik hinweisen, allerdings entsteht so noch lange keine soziale Interaktion – und die wollt ihr ja auf einer sozialen Plattform erreichen. 😉 Neben lustigen oder spannenden Begebenheiten aus eurem Leben bzw. euren Storys ist es daher wichtig auf die Tweets eurer Fans/Follower bzw. potenzieller Fans einzugehen.

Ich hoffe, diese Tipps haben euch einen ersten Einblick und Denkanstoß gegeben, wie ihr auf Twitter aktiv werden könnt. Habt ihr Anmerkungen, weitere Tipps oder Fragen, auf die wir im nächsten Teil etwas näher eingehen sollten?

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