Musikmarketing – 5 Tipps für Beginner

Veröffentlicht am · Autor: Chris

Aufnahmen

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, geht nichts über vernünftige Aufnahmen. Ihr seid Musiker, also braucht ihr auch vorzeigbare Musik, um euch bei Festivals, Labels, Veranstaltern, Musikern, die Musiker für Konzerte oder Tours suchen, etc.  erfolgreich bewerben zu können und um weitere Fans, Musikmagazine, lokale Zeitungen, usw. auf euch aufmerksam machen zu können. Ich kenne viele Musiker, die sich selbst ein kleines „Studio“ mit Audio-Interface, Mikros, PC (und was man sonst noch haben will und braucht) für relativ wenig Geld aufbauen, um im Proberaum oder bei sich zuhause aufzunehmen. Ihr bekommt dabei zwar keine umwerfende Studioqualität raus, aber zumindest schon mal die eine oder andere Demoaufnahme, die ihr entsprechend verwenden und verbreiten könnt. Nebenbei hat so ein kleines „Studio“ auch den Vorteil, eine durchaus sinnvolle Vorproduktion zu machen, bevor man seine kostspielige Zeit im Studio mit Änderungen Musikmarketing - 5 Tipps für Beginneram Song oder ähnlichem vergeudet. Außerdem suchen Tontechnik-Studenten für ihre Abschluss-prüfung im Recording meistens Bands, die dadurch 1-3 Tracks kostenlos aufnehmen können. Haltet also Augen und Ohren für solche Chancen offen!

Tipp für die unter 18-jährigen unter euch:
Es gibt Tonstudios mit Jugendprojekten (bspw. In Jugendkulturzentren), in denen ihr eure Songs kostenlos aufnehmen und anschließend mastern lassen könnt.

Videos

Genauso wie die Audio-Aufnahmen sind gute Videos von euren Live-Auftritten für die Promotion essentiell. Zu guten Videos gehört natürlich ebenfalls ein guter Audiomitschnitt. Seht euch bei der Planung eurer Konzerte am besten nach Locations um, die euren Auftritt audiotechnisch aufnehmen können und nehmt zum Konzert jemanden mit einer Kamera mit, falls die Location nicht zufälligerweise auch einen Videomitschnitt kostenlos anbietet. Nach eurem Auftritt könnt ihr dann Audio und Video zusammenschneiden…und tada: Ihr habt euer Live-Video, worauf sich künftige Veranstalter, Booker, Labels, Fans, etc. freuen dürfen.Musikmarketing - 5 Tipps für Beginner 2

Eigene Website

Ob Kritiker oder Befürworter bestimmter sozialer Netzwerke: Die eigene Website sollte für jede Band ein Muss sein. Nicht nur das, es sollte für euch die Seite im Internet auf die eure Social-Media-Aktivitäten hinweisen und aufbauen. Ihr meint Facebook, Twitter & Co wären viel wichtiger? Zugegeben es sind durchaus sehr nützliche Werkzeuge, um mit euren Fans in Kontakt zu bleiben. Was passiert aber, wenn euer Mittelpunkt in einem dieser Dienste liegt und dieser plötzlich zusammenbricht? Das ist gar nicht mal so abwegig, wenn man sich an den Sturm von MySpace nach Facebook erinnert. Eine eigene Website bietet euch zudem den Vorteil, dass hier der Fokus auf euch liegt und eure Posts nicht hinter einem Edge Rank oder ähnlichem verschwinden.

Newsletter

Wir merken also: Es muss nicht immer Facebook & Co sein, um eure Fans auf dem neuesten Stand zu halten. Schließlich ist bzw. will sich nicht jeder Fan auf diesen Netzwerken aufhalten. Daher können Newsletter insbesondere für diese Gruppe, eine gute Alternative sein, um Neuigkeiten von euch zu erhalten und ihr könnt den Fokus wiederum auf eure Website legen. Zudem bietet euch ein Newsletter die Möglichkeit, die wichtigsten Informationen der letzten Wochen zusammenzufassen und eure Fans per E-Mail auch tatsächlich zu erreichen. Das Abonnieren eures Newsletters sollte von all euren Websites und sozialen Netzwerken, die ihr nutzt, möglich sein. Ihr könnt auch bei Konzerten euren Fans anbieten (z.B. beim Einlass), sich für den Newsletter zu registrieren – mit Papier und Stift. Euren Newsletter solltet ihr nur monatlich mit wichtigen Infos befüttern. Ist es nicht wichtig, verschickt keinen. Verpackt darin außerdem exklusive Informationen (z.B. Zugang zu einer Coverversion oder lustigem Video eurer Band), die eure Fans nur über den Newsletter erhalten können. Beachtet dabei eine eigentlich selbstverständliche aber wichtige Regel: Verwendet die E-Mail-Adressen auf keinen Fall für andere Zwecke bzw. gebt diese nicht weiter.

Social Media

Postet nicht nur, um zu posten. Mit Katzenbildern oder –videos bekommt ihr vielleicht viele Likes, Favorisierungen und was es sonst noch so alles gibt, aber wahrscheinlich keine echten Fans, die zu euren Konzerten gehen, Musik und Merch kaufen, für euch Promo-Trommel schlagen, etc. Ihr solltet nicht nur über euch berichten, sondern auch ein paar interessante Infos an eure Fans weitergeben und bei den Fans für Unterstützung – z.B. beim Konzert- bedanken. Ihr müsst auch nicht auf jeden Zug aufspringen, der gerade in der Station angekommen ist. Probiert ein paar Plattformen aus und fokussiert euch auf die, die euch am besten gefallen und in denen ihr die größten Chancen seht.Musikmarketing - 5 Tipps für Beginner 3

Wenn ihr eure Aufnahmen im Kasten habt und am besten auch Videomaterial vorhanden ist, versucht Online-Medien von euch zu überzeugen. Blogger und Vlogger berichten gern über Musik, die ihnen gefällt. An Magazinen und Zeitungen könnt ihr euch ebenfalls versuchen. Das ausgewählte Material – Pressefotos, Musik und ggf. Video – sollte hier aber in guter Qualität sein (hohe Auflösung, etc.). Schreibt diese nur an, wenn ihr etwas wichtiges und neues mitzuteilen habt wie z.B. die Erscheinung eures neuen Album mit einer interessanten Entstehungsgeschichte. Sucht nach Musikern aus eurem Genre, tut euch zusammen, spielt gemeinsam Konzerte und promotet euch gegenseitig über eure Kanäle – seid kreativ! 😉

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