Denkanstöße #2: Ist es noch sinnvoll CDs zu verkaufen?

Veröffentlicht am · Autor: Chris

Immer mehr Dinge, die wir früher in einer physischen Form vorgefunden haben, werden heute auf eine Art und Weise digitalisiert, wodurch das Teilen bzw. Nutzen der Inhalte so einfach wie möglich gemacht werden soll. So führte das natürlich dazu, dass sich über die letzten Jahrzehnte auch die Musik vermehrt in digitaler Form zeigt und verbreitet. In dem letzten Teil unserer „Denkanstoß“-Reihe haben wir ja bereits über das Verkaufen von digitaler Musik gesprochen. Nun stellen wir uns natürlich die Frage, wie sinnvoll es noch ist, CDs zu verkaufen bzw. herzustellen, wenn digital doch alles viel einfacher und schneller geht?

Wenn man einen umweltbewussten Standpunkt einnehmen würde, müsste man wohl die Option wählen, welche die meisten Ressourcen einspart. Von einem reinen wirtschaftlichen Standpunkt aus (hier im Sinne der finanziellen Gewinnmaximierung) müsste man zu wiederum die Option wählen, welche die wenigsten Kosten, aber die meisten Kunden erreicht. Im ersten Fall verliert die CD ganz klar gegenüber der reinen, digitalen Verbreitung von Musik. Im zweiten Fall hängt das einzig und allein von den Kunden / Konsumenten / Musikhörern ab, welches Format dabei die Nase vorn hat.

 

Was spricht denn eigentlich dafür und was spricht gegen die Herstellung von CDs?

 

Pro:

  • man hält etwas Greifbares von den favorisierten Musikern in der Hand
  • wurde die CD einmal verkauft, kann diese natürlich auf dem Markt weiterverkauft werden
  • mit der CD erhält man die digitalen Musikdateien im FLAC-Format und oftmals auch die MP3-Dateien zusätzlich als Download
  • oft Booklet mit Bildern und Lyrics des Musikers
  • die Band kann die CD signieren, eine digitale Datei nicht

Contra:

  • verbraucht Ressourcen
  • müssen spätestens dann entsorgt werden, wenn sie zerstört werden (–>Belastung für die Umwelt)
  • verbraucht Platz, wenn man sie unterwegs hören will
  • wenn die CD von einem ehemaligen Fan an einen neuen Fan verkauft wird, springt natürlich im Regelfall nichts für den Musiker dabei heraus
  • Lyrics könnten auch einfach im Internet gefunden werden, statt für Booklets Papier zu nutzen
  • Pressung der CDs kostet Geld
  • die CD muss in irgendeiner Form zu dem Käufer kommen –>Transportkosten + mögliche, daraus resultierende Belastung für die Umwelt
  • benötigt einen physischen CD-Player zum Abspielen

 

Natürlich scheinen CDs (sowie Schallplatten) im Gegensatz zum reinen Datenformat beim Musikliebhabern meist eine andere Wertschätzung zu haben. Kein Wunder, denn ein volles Musikregal sieht auch bedeutend besser aus als eine digitale Playlist. Ob die Musik an sich dadurch aber weniger oder mehr wertgeschätzt wird, würde – zumindest ich – nicht behaupten.

Wie ist das bei euch? Kauft ihr lieber CDs oder reicht euch doch die umweltfreundlichere, digitale Variante?

 

Veröffentlicht in News

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.